20. dezember

eine begegnung auf dem berg…

die sonne lockt über die nebeldecke. brot schmieren, mit rucksack und schneeschuhen fahre ich zur talstation. mal schauen wie viele sonnenhungrige bereits anstehen, sonst fahre ich gleich weiter. die zweite gondel bringt mich auf den berg. hundert minuten später bin ich auf der niederbauen kulm, 1924 m.ü.m. (heute +1 meter schnee). neben der aussicht war auch der aufstieg atemraubend. der beliebte aussichtspunkt füllt sich zusehends, alle wollen heute hochhinaus.

          

 

                                 

                             

 

nach einer weile wird es mir auf der hölzernen bank zu eng und zu laut. am punkt wo die stille das gemurmel wieder überdeckt, schweift mein blick zu den südlichen schneebergen. aus dem augenwinkel nehme ich eine einzelne schneeschuhläuferin war, die in der vorgepfadeten spur zum aussichtspunkt hoch läuft. nach kurzer zeit kommt sie zu mir rüber, bleibt in rufweite stehen und fragt mich: «ob es mich stören würde, wenn sie hier pause macht, es sei ihr zu laut da drüben».

«selbst zufällige begegnungen sind das ergebnis von karma… es gibt keine zufälle» haruki murakami

 

… nach 15 sekunden waren die themen «wetter – aussicht – unruhe» abgehandelt.

2.5 Stunden später folgten wir den spuren zurück zur bergstation und fuhren mit der gondel wieder unter die nebeldecke.

 

 

über was wir gesprochen haben, fragt ihr euch vielleicht: « es ist heute nicht mehr so wichtig, denn es ist in der vergangenheit». es war für beide seiten, eine sehr hilfreiche begegnung und kommunikation. «wir ziehen das in unser leben, was wir sind. wir sind wiederum, was wir denken und fühlen».

danke edith

 

neuntes tagesrätsel:

ich bin immer vor dir, doch siehst du mich nie. was bin ich?

(letzter buchstabe)

 

 

rudolflepelerin