8. dezember

einige gedanken und texte sind aus meinem fundus der letzten jahre übernommen. heute habe ich euch eine fast tagesaktuelles geschichte, nämlich von vorgestern, also am nikolaus- oder samichlous-tag. ich hatte mich kurz entschlossen, an den zürichsee zu fahren um den wochenendeinkauf in der molki in stäfa zu machen. mit viel herzblut arbeitet da ein lieber und sehr innovativer (pilger)-freund mit, der mischa.

 

 

am morgen früh fahre ich los, wenig verkehr. die gedanken haben platz und zeit, um zu stöbern, zum beispiel in der vergangenheit. «wie war das doch damals als kind, wenn der samilchlous nach hause kam… ein bisschen unruhig schaue ich in den rückspiegel… hm, da sollte man doch ein samichlouse-värsli aufsagen können. tagelang hatte man das schon geübt. ihr kennt das vielleicht auch noch: ja nicht stottern oder hängen bleiben, nicht zu schnell sprechen, laut und deutlich sollte es vorgetragen werden.
was, wenn da der samichlous im eingang steht und sagt: «chasch du ou es värsli?» ja klar sage ich (er muss ja nicht wissen, dass ich das värsli eben erst im auto «geschmiedet» habe).

liebe samichlous, mit schönem, weissen bart

du ghörsch es sicher, ig bi nid vo hie mit mire, mundart.

aber ig liebe hie bsungers land u lüt

u drum gits sicher es bänzli, hüt.

zum glück stand er dann trotzdem nicht da. er kam später hat mischa mir geschrieben. vielleicht liesst er es ja in meinem adventskalender.

passiert es dir auch manchmal, dass dir ein teil von deinem früheren kofferinhalt begegnet?

PS die molki in stäfa ist ein echter geheimtipp: über 30 raclettekäsesorten, 4 fondümischungen, regionale spezialitäten und gewürze aus allen herren länder

 

 

rudolflepelerin